Aktuelles › Jena­Wirt­schaft • „i‑work Busi­ness Award“ prä­miert kul­tu­relle Viel­falt in der Wirt­schaft

Jena­Wirt­schaft und Uni Jena laden Unter­neh­men aus Jena und Umge­bung zum Mit­ma­chen ein. Bewer­bun­gen sind ab sofort bis 11. Sep­tem­ber mög­lich.

„Inter­kul­tu­rell aus­ge­zeich­net“ – mit die­sem Prä­di­kat hono­riert der „i‑work Busi­ness Award – Inter­kul­tu­rel­ler Unter­neh­mens­preis für Jena und die Region“ Fir­men, die sich erfolg­reich für Inter­na­tio­na­li­tät enga­gie­ren. Bereits zum vier­ten Mal wird der Preis von der Wirt­schafts­för­de­rung Jena (Jena­Wirt­schaft) und der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena aus­ge­lobt, um Arbeit­ge­ber aus­zu­zeich­nen, deren Teams sich aus Mit­ar­bei­ten­den vie­ler ver­schie­de­ner Kul­tu­ren zusam­men­set­zen. Lokale und regio­nale Unter­neh­men, die gezielt aus­län­di­sche Arbeits­kräfte anwer­ben und im Betrieb will­kom­men hei­ßen, sind auf­ge­ru­fen, sich bis zum 11. Sep­tem­ber für den Preis zu bewer­ben.

„Wir wol­len auch in die­sem Jahr gelun­gene Bei­spiele sicht­bar machen, wie inter­kul­tu­relle Öff­nung in der Wirt­schaft aus­se­hen kann“, so Wil­fried Röpke, Geschäfts­füh­rer der Jenaer Wirt­schafts­för­de­rung (Jena­Wirt­schaft). „Kul­tu­relle Viel­falt im Team för­dert Inno­va­tion und glo­bale Wett­be­werbs­fä­hig­keit, das sehen wir bei vie­len erfolg­rei­chen Ein­rich­tun­gen. Diese Bei­spiele sol­len Schule machen.“ Gerade durch die hohe Export­quote der Jenaer Unter­neh­men von rund 70 Pro­zent und der hohen glo­ba­len Ver­flech­tung von Lie­fer­ket­ten und Wert­schöp­fung sei es laut dem Jena­Wirt­schaft-Chef gewinn­brin­gend für Unter­neh­men, sich in der Per­so­nal­ar­beit wei­ter zu inter­na­tio­na­li­sie­ren. Inter­na­tio­nale Mit­ar­bei­tende kön­nen dabei auch die Lücken schlie­ßen, wenn auf­grund der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung nicht mehr aus­rei­chend junge Men­schen in die loka­len Unter­neh­men nach­rü­cken, so Röpke. Trotz der Corona-Pan­de­mie bleibe das Thema Fach­kräf­te­ge­win­nung für Jena wich­tig: „Die Jenaer Unter­neh­men wer­den trotz aktu­el­ler Kurz­ar­beit und auch höhe­rer Arbeits­lo­sen­zah­len wei­ter­hin mit­tel- und lang­fris­tig qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal benö­ti­gen.“ Beson­ders in Kri­sen­zei­ten pro­fi­tie­ren Unter­neh­men von den unter­schied­li­chen Erfah­rungs­wel­ten inter­na­tio­na­ler Team­mit­glie­der, so Röpke.

Eine Sicht­weise, die auch Dr. Clau­dia Hil­lin­ger, Lei­te­rin des Inter­na­tio­na­len Büros der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät, bestä­tigt: „Wenn Men­schen aus unter­schied­lichs­ten Natio­nen und Kul­tu­ren zusam­men­ar­bei­ten, hat das Vor­teile für alle – diese Fir­men sind für die Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft beson­ders gut auf­ge­stellt. Der i‑work Busi­ness Award erkennt diese erfolg­rei­che Per­so­nal­ar­beit an und bie­tet außer­dem Fir­men, die zukünf­tig ver­mehrt inter­na­tio­nale Mit­ar­bei­tende ein­stel­len wol­len, hand­feste Bei­spiele, wie alle Beschäf­tig­ten Inte­gra­tion am Arbeits­platz gemein­sam gut gestal­ten kön­nen.“ Im Mit­tel­punkt stehe laut Hil­lin­ger die Offen­heit für alle inter­na­tio­na­len Arbeits­kräfte, unab­hän­gig von Qua­li­fi­ka­ti­ons­le­vel oder Bran­che. „Am bes­ten kom­men Team­mit­glie­der aus ande­ren Län­dern vor Ort an, wenn die Firma und der Stand­ort Jena eine Will­kom­mens­kul­tur leben“, so Hil­lin­ger.

Der i‑work-Unter­neh­mens­preis wird in zwei Kate­go­rien ver­lie­hen: „Kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men“ und „Groß­un­ter­neh­men“. „Je nach Unter­neh­mens­größe müs­sen ganz unter­schied­li­che Her­aus­for­de­run­gen bei der Inte­gra­tion neuer Team­mit­glie­der gemeis­tert wer­den“, so Pro­jekt­lei­te­rin Ramona Schei­ding von der Wirt­schafts­för­de­rung Jena. Laut Schei­ding ste­hen einer­seits unter­schied­li­che finan­zi­elle und per­so­nelle Res­sour­cen zur Ver­fü­gung, ande­rer­seits kom­men auch unter­schied­li­che Kon­zepte zum Tra­gen, wie Inte­gra­tion im Team gelebt wird. „Wir möch­ten ganz expli­zit auch kleine lokale und regio­nale Unter­neh­men ermun­tern, sich um den i‑work 2020 zu bewer­ben und uns ihre Ideen vor­zu­stel­len, wie Viel­falt im Team umge­setzt wird.“

Im ver­gan­ge­nen Jahr gewan­nen die Jenaer Digi­ta­l­agen­tur dot­S­ource in der Kate­go­rie „Groß­un­ter­neh­men“ und die SGHG Inge­nieure in der Kate­go­rie „kleine und mitt­lere Unter­neh­men“. Für die dies­jäh­rige Aus­gabe des Wett­be­werbs kön­nen sich Fir­men aller Berei­che – von Hand­werk bis High-Tech – bis zum 11. Sep­tem­ber unter www.jenawirtschaft.de/i‑work bewer­ben.

 

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