515. JENAer Optikkolloquium · Dr. Daniel Claus
Seit Mai 2018 findet das traditionelle JENAer Carl-Zeiss-Optikkolloquium als JENAer Optikkolloquium am Abbe Center of Photonics auf dem Beutenberg Campus Jena und online statt. Es ist offen für alle Interessierten aus Forschung, Wirtschaft und Bildung und versteht sich als Forum für neue Technologien rund um die Photonik.
Zur 515. Ausgabe des Kolloquiums freuen wir uns auf Dr. Daniel Claus und seinen Vortrag
Ultra-high speed MHz optical metrology applied to uncooperative technical and medical samples
Dieser Vortrag behandelt verschiedene optische Messtechniken zur Erfassung dreidimensionaler Topografien von industriellen und medizinischen Proben.
Die mittels optischer Messtechnik gewonnenen Informationen müssen eine Vielzahl von Randbedingungen erfüllen, darunter optische Auflösung, Messunsicherheit, Messgeschwindigkeit sowie Anforderungen, die sich aus der zu vermessenden Probe und ihrer Umgebung ergeben.
Im Mittelpunkt der Präsentation stehen ultraschnelle 3D-Topografiemesssysteme mit Datenraten im Megahertz-Bereich. Es wird gezeigt, dass diese Systeme auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen zuverlässig arbeiten – etwa in Fertigungsumgebungen oder als handgeführte Geräte in klinischen Anwendungen, bei denen sich das Referenzkoordinatensystem kontinuierlich verändert. Darüber hinaus beeinflusst die Probe selbst, insbesondere ihre Messoberfläche und/oder ihr Messvolumen, die Wahl der geeigneten Messtechnik erheblich. Dazu zählen beispielsweise spiegelnd reflektierende oder streuende Oberflächen sowie semitransparente oder volumenstreuende Proben.
Vor dem Hintergrund der jeweiligen Randbedingungen und Anwendungsszenarien werden verschiedene Messsysteme vorgestellt, die auf chromatisch-konfokalen Punktsensoren, chromatisch-konfokalen Mehrpunktsensoren sowie Single-Shot-Flächensensoren mit zwei Wellenlängen basieren.
Diese Systeme sind jeweils optimal auf ihre spezifischen Aufgaben abgestimmt, was im Rahmen der Präsentation näher erläutert wird.
Dr. Daniel Claus
Daniel Claus schloss 2006 sein Maschinenbaustudium an der Technischen Universität Ilmenau ab. Von 2007 bis 2010 promovierte er an der University of Warwick in Großbritannien mit Schwerpunkt auf Verfahren zur Auflösungsverbesserung in der digitalen Holografie. Von 2010 bis 2013 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kroto Research Centre in Sheffield, Großbritannien, und befasste sich dort mit der Weiterentwicklung der Ptychografie, einem iterativen Verfahren zur Phasenrekonstruktion.
Von 2013 bis 2017 war er als Senior Scientist am ITO in Stuttgart tätig. Seine Arbeit konzentrierte sich auf die Entwicklung neuartiger Verfahren der quantitativen Phasenbildgebung, der chromatisch-konfokalen Spektralinterferometrie, der Elastografie und der hyperspektralen Holografie.
Von 2017 bis 2022 leitete er die Metrologiegruppe am ILM in Ulm. Dort arbeitete er an der chromatisch-konfokalen Bildgebung für dentale Anwendungen, an der Hochgeschwindigkeits-Digitalholografie sowie an der Lock-in-Thermografie.
Seit 2022 ist er als Systems Engineer und Projektleiter bei Swissoptic, einem Unternehmen der Jenoptik-Gruppe, tätig und entwickelt optische Systeme für medizinische Anwendungen.
Teilnahme und Buchungskonditionen
- Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten und kann ab sofort gebucht werden.
- Die Veranstaltung findet hybrid statt: Auditorium Abbe Center of Photonics, Albert-Einstein-Str. 6, 07745 Jena und online unter: https://optonet-jena-de.zoom.us/j/88612730949
- Die Teilnahme ist kostenfrei.
- Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Das JENAer Optikkolloquium wird unterstützt von: Carl Zeiss AG · Ernst-Abbe-Hochschule Jena · Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik · Friedrich-Schiller-Universität Jena · JENOPTIK AG · Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V.
Veranstalter ist OptoNet e.V.
Historie
Das JENAer Optikkolloquium geht auf eine Veranstaltungsreihe der Jenaer Zeiss-Werke zurück, die 1971 zunächst zur Weiterbildung der Mitarbeiter:innen ins Leben gerufen wurde. Durch die Gewinnung hochkarätiger Referent:innen entwickelte es sich schnell zu einem wichtigen Diskussionsforum der führenden Optikexperten des Landes.
Nach 1989 wurde das Kolloquium in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Optik der Universität Jena, vertreten durch Prof. Kowarschik, weitergeführt und gewann durch die Beteiligung führender Wissenschaftler und Unternehmen und die Kooperation u.a. mit dem Fraunhofer IOF und dem Leibniz IPHT weiter an Bedeutung.
Hinweis
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Veranstaltungsform
Veranstaltungsort
Abbe Center of Photonics
Albert-Einstein-Straße 6
07745 Jena
Deutschland
Kontakt
OptoNet e.V.
Paul Kreibich
03641 327 92 96
ed.anej-tenotpo@hcibierk.luap
www.optonet-jena.de