Aktuelles › Prak­ti­kums­wo­che · Auf­ruf zum Mitmachen

Schü­le­rin­nen und Schü­ler zur Prak­ti­kums­wo­che im Som­mer eingeladen

Beruf­li­che „Schnup­per­wo­chen“ erwar­ten inter­es­sierte Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus Jena und Umge­bung in den Som­mer­fe­rien. Jugend­li­che ab 15 Jah­ren kön­nen zur „Prak­ti­kums­wo­che Jena“ Unter­neh­men ken­nen­ler­nen und viel­fäl­tige Berufs­bil­der ent­de­cken. Wer dabei sein will, kann sich kos­ten­frei über die Web­seite www.praktikumswoche-jena.de anmel­den. Die jun­gen Leute wer­den online nach ihren Inter­es­sen und Talen­ten befragt und auto­ma­ti­siert den mit­ma­chen­den Fir­men zuge­ord­net. Seit Beginn des For­mats vor drei Jah­ren haben sich fast 140 lokale und regio­nale Unter­neh­men regis­triert. Bis zu den Ferien kön­nen sich Betriebe noch anmel­den bzw. ihren Online-Zugang reak­ti­vie­ren und fle­xi­bel und kos­ten­frei „Last Minute“-Angebote einstellen.

„Junge Leute kön­nen wäh­rend der Ferien einen Blick in viel­fäl­tige Arbeits­fel­der wer­fen und so bei­spiels­weise einen poten­ti­el­len Aus­bil­dungs­be­trieb im All­tag ken­nen­ler­nen“, erläu­tert Pro­jekt­lei­te­rin Daniela Drilltzsch von der Wirt­schafts­för­de­rung Jena (Jena­Wirt­schaft) das Ziel der Ori­en­tie­rungs­wo­chen. Seit Beginn des For­mats vor zwei Jah­ren waren laut Drilltzsch ins­ge­samt 391 junge Men­schen dabei und haben ins­ge­samt 501 Prak­ti­kums­tage absolviert.

„Wir unter­stüt­zen mit der Prak­ti­kums­wo­che den Über­gang jun­ger Men­schen von der Schule in die Berufs­welt“, so Jena­Wirt­schaft-Geschäfts­füh­rer Wil­fried Röpke. Dies sei ein Bau­stein in einem Maß­nah­men­ka­ta­log, der sich aus der 2019 ver­öf­fent­lich­ten „Fach­kräf­te­stu­die Jena 2030“ ableite. „Aus­bil­dung ist ein ganz wich­ti­ges Thema für uns als Wirt­schafts­för­de­rung. Wir wol­len sicher­stel­len, dass junge Men­schen den best­mög­li­chen Über­blick über die zukunfts­star­ken Unter­neh­men und tol­len Ein­stiegs­mög­lich­kei­ten hier in Jena bekommen.“

Neben Jena­Wirt­schaft gehört auch die Kreis­hand­wer­ker­schaft Jena/ Saale-Holz­land-Kreis und das Bran­chen­netz­werk Opto­Net e.V. zum Orga­ni­sa­ti­ons­team. Laut Manuela Vogt, Geschäfts­füh­re­rin der Kreis­hand­wer­ker­schaft, eig­nen sich die Tages­prak­tika bes­tens, um zu sehen, dass es „für die eigene beruf­li­che Selbst­ver­wirk­li­chung nicht zwin­gend Abitur und Stu­dium braucht.“ Die Jugend­li­chen kön­nen – ganz ohne Anschrei­ben, Lebens­lauf oder Bewer­bungs­ge­spräch – selbst erfah­ren, „wie breit gefä­chert die Mög­lich­kei­ten im Hand­werk sind und wie stolz man sein kann, täg­lich etwas mit den eige­nen Hän­den zu schaffen.“

Prak­ti­sches Aus­pro­bie­ren ist auch in den Aus­bil­dungs­be­ru­fen der Optik- und Pho­to­nik­in­dus­trie das sprich­wört­li­che „A und O“, weiß Natalja Baj­kov­ski vom Bran­chen­netz­werk Opto­Net. „Was machen eigent­lich Feinoptiker:innen, Physiklaborant:innen oder Mikrotechnolog:innen den gan­zen Tag? Das fin­det man am bes­ten über ein Prak­ti­kum her­aus. Die Jenaer Pho­to­nik­un­ter­neh­men freuen sich dar­auf, die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu emp­fan­gen und wer­den zei­gen, an wel­chen Zukunfts­the­men geforscht und gear­bei­tet wird.“ Zahl­rei­che span­nende Ange­bote war­ten in der Prak­ti­kums­wo­che auf die poten­ti­el­len Azu­bis von morgen.

Mit­ma­chen lohnt sich auf jeden Fall: Das sagen auch die­je­ni­gen, die im letz­ten Jahr bereits dabei waren: 93 Pro­zent der befrag­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler gaben an, nach der Prak­ti­kums­wo­che den eige­nen beruf­li­chen Weg bes­ser ein­schät­zen zu kön­nen. Und rund 89 Pro­zent der teil­neh­men­den Unter­neh­men sagt, sich min­des­tens eine:n der Praktikant:innen auch als Auszubildende:n vor­stel­len zu können.

 

Stim­men zur Prak­ti­kums­wo­che 2023:

Dr. Tho­mas Nitz­sche, Ober­bür­ger­meis­ter Jena:
„Prak­ti­kums­tage in Unter­neh­men zu ver­brin­gen und dabei fernab des Schul­all­tags Pra­xis­luft zu schnup­pern, ist ein wun­der­ba­res For­mat, von dem sowohl die Schü­le­rin­nen und Schü­ler als auch die Unter­neh­men in unse­rer Region enorm pro­fi­tie­ren kön­nen. Ich freue mich des­halb, dass die Prak­ti­kums­wo­che Jena in den Oster­fe­rien in die dritte Runde geht und hoffe, dass mög­lichst viele lang­fris­tige Kon­takte und auch Aus­bil­dungs­ver­träge dadurch zustande kommen.“

 

Manuela Vogt, Geschäfts­füh­re­rin Kreis­hand­wer­ker­schaft Jena/ Saale-Holzland-Kreis:
„Aus­bil­dung im Hand­werk ist Her­zens­sa­che und der Schlüs­sel zur Auf­recht­erhal­tung der zen­tra­len Infra­struk­tur für Jena und dem Saale-Holz­land-Kreis. Daher ist es wich­tig und rich­tig, Wis­sen über Gene­ra­tio­nen wei­ter­zu­ge­ben. Ins­be­son­dere Hand­werks­be­rufe aus­zu­pro­bie­ren, hilft jun­gen Men­schen, sich für eine Aus­bil­dung im Hand­werk zu ent­schei­den. Des­halb freuen wir uns sehr, auch bei der Prak­ti­kums­wo­che 2023 dabei zu sein. Ein tol­les For­mat, um Jugend­li­chen das Hand­werk näher zu bringen.“

 

Nora Kirs­ten, Geschäfts­füh­re­rin Pho­to­nik­netz­werk Opto­Net e.V.:
„Die vie­len Pho­to­nik­un­ter­neh­men in Jena und Umge­bung bie­ten tolle Zukunfts­chan­cen – das wis­sen viele gar nicht. Daher fin­den wir es span­nend, dass Schüler:innen bei der Prak­ti­kums­wo­che auch Berufe und Unter­neh­men ken­nen­ler­nen, die sie vor­her viel­leicht gar nicht auf dem Schirm hat­ten. Wir laden alle ein, hin­ter die Kulis­sen zu schauen, Men­schen zu tref­fen, sich aus­zu­pro­bie­ren und Ideen zu sammeln.“